Buchungen Rückläufig
Posted by admin on March 11th, 2009
Der Monat Januar 2009 war für die kroatische Touristik Branche besser als befürchtet. So konnte bei den Gastzahlen lediglich ein Rückgang von etwas über 2% verbucht werden, wogegen die Übernachtungen aber um 4% gestiegen sind. Damit kann die Branche und deren Verantwortliche ein wenig aufatmen. Den Überwiegenden Anteil der Besucherzahlen wurde mehrheitlich von einheimischen als kroatischen Touristen erreicht.
Die Vorzeichen für die Saison 2009 stehen allerdings nicht so gut, da sich aktuell ein Rückgang der Buchungen abzeichnet, womit Kroatien nicht allein dasteht und den unmittelbaren Konkurrenten ähnlich wenn nicht vielleicht schlechter geht.
Eines der Antirezessionsmaßnahmen der Regierung wird es sein, die Förderung der Touristik Branche zu sein. Kroatien ist mit einem Anteil von ca. 75% Auslandsgästen sehr stark von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und anderswo abhängig.
Der Touristik Sektor ist eine sehr starke Säule der kroatischen Wirtschaft und hat unmittelbaren Einfluss auf die gesamte Entwicklung des Landes.


































March 15th, 2009 at 11:41 pm
zum Thema :Buchungen rückläufig
Zu diesem Thema habe ich bereits zwei Schreiben an den Kroatischen Tourismusverband in München und Frankfurt gerichtet und auf das Problem ständig steigender Campingplatzgebühren hingewiesen.Eine Antwort oder Stellungnahme habe ich nie erhalten.Man sagte mir nur zu, meine Briefe an die entsprechenden Stellen weiter zu leiten.
Fakt ist, das sich der kroatische Campingverband und seine Mitglieder, den Geldhahn selber zudrehen aus dem die Einnahmen fließen.Es braucht nur etwas Zeit.
Wer seinen Caravan, aus Deutschland kommend,1500 bis 2000km weit über die Alpen zieht und für 2 Personen und einen Stellplatz mit Wasser und Strom 25/30 und mehr EUR bezahlen soll, für den ist die Schmerzgrenze bereits jetzt überschritten.
In Deutschland und im gesamten europäischen Ausland gehen hunderte von Firmen in den Konkurs,werden tausende von Arbeitsplätzen abgebaut,verlieren Familienväter ihre Existenzgrundlagen und werden sich überlegen ob sie sich derart weite Reisen mit Auto und Anhänger überhaupt noch leisten können und trotz alledem verhalten sich Campingplatzbetreiber
nach dem Motto:”Mitnehmen was man kriegen kann”.
Diese Einstellung wird sich demnächst bitter rächen, nicht nur in Kroatien – auch in Deutschland.
Viele Betreiber großer Plätze,besonders in Istrien, haben das Gespür für ein angemessenes Preisgefüge verloren. Wenn sich die Campingplätze auf Grund von Umsatzeinbrüchen leeren werden, wird es zu spät sein!Denn die Masse der Urlauber besteht aus Arbeitnehmern und nicht aus dem Jet-Set von Neureichen.
March 17th, 2009 at 12:18 am
Hallo Herr Kaniecki,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem o.g. Artikel.
Wir können Ihren Ärger über die Preise sehr gut nachvollziehen und finden die Entwicklung mancher Preisstrukturen sehr ungewöhnlich. Aber das könnte ja Ihre Theorie bestätigen
Das Sie seitens der beiden Büros der kroatischen Touristik Gemeinschaft keine zufriedenstellende Antwort erhalten habe ist sehr ungeöhnlich und nicht gerade professionell. Eine einfache Weiterleitung ist nicht gerade sehr professionell.
Falls Sie doch noch eine Antort bekommen, würden wir uns über eine Rückmeldung von Ihnen freuen.
Mfg
Ihr Team vom Kroatien Blog
April 14th, 2009 at 10:10 am
Als Insider, der über 7 Jahre in Kroatien gelebt hat, kann ich Herrn Kaniecki nur beipflichten. Leider beziehen sich seine Beobachtungen nicht nur auf den Bereich des Camping Urlaubs. Vielmehr gilt in der gesamten kroatischen Gesellschaft der Satz “gib mir dein Geld und hau ab”. Im Tourismus-Bereich haben wir grunsätzlich beobachtet, jedes Jahr schlechtere Leistung bei teilweise gewaltigen Preissprüngen. Unbeantwortet Schreiben an offizielle Stellen werden nur unserer Erfahrung selten und allerhöchstens in 5% der Fälle beantwortet. Es handelt sich bei der Beobachtung des Herrn Kaniecki insofern um keinen Einzelfall.
Gerade das Jahr 2008 war durch die Änderungen des Fremdengesetzes gekennzeichnet dadurch, dass das Land Kroatien sich zunehmend als fremdenfeindlich weist und ein Exodus von vielen Firmen mit Eigentümern aus der EU stattfand – vermutlich bewegt sich der Exodus der EU Bürger eher im 1000er Bereich als im 100er.
Touristen und alle anderen Fremden kann ich nur vor Kroatien warnen, schon die geringste Ordnungswidrigkeit kann in Kroatien zu hochnotpeinlichen Verhören auf korrupten Polizeiwachen führen mit dem Entzug der Reisedokumente und anschließenden Schnellgerichtsverfahren (zwischen Anklageerhebung und Urteil teilweise nur eine halbe Stunde)ohne Chance auf eine kompetente Rechtvertretung. Und wenn die Gründe zu einer Verurteilung nicht ausreichen, dann werden von staatlichen Institutionen auch schnell einmal die Zustimmung zu einer 500 KUNA (70EURO) Strafe von den Ausländern erpresst.
Im übrigen ist in Kroatien durch Gesetz jeder verpflichtet jeden zu denunziieren, egal ob eine Ordnungswidrigkeit oder überhaupt kein Delikt vorliegt. Auf jeden FAll endet dies auf der Polizeiwache und dem Entzug der Ausweisdokumente und anschließendem Schnellgericht.
Uns ist diese Prozedur im letzten Jahr allein 7x passiert.
Auf eine rechtsstaatliche Behandlung darf man jedenfall nie vertrauen, die gibt es in Kroatien nicht! Botschaften der EU Länder und die EU Kommission sehen diesem Treiben fahrlässig einfach zu. Hilfe wäre im Zweifel auch von dort nicht zu erwarten.
Für jeden Ausländer gibt es außerdem noch ein Hinweis: Vorsicht vor der Mafia! Diese gibt es überall in Kroatien und insbesondere auch in vielen Tourismus-Centren – insbesondere in DAlmatien.
Gern bin ich bereit meine umfangreichen Kenntnisse einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen
Ulrich Voß
April 14th, 2009 at 8:33 pm
Sehr geehrter Herr Voß,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ich würde Ihren Beitrag so kommentieren: “Wo Rauch ist, ist auch Feuer!”
Grundsätzlich kann man nicht so pauschal über das ganze Land urteilen, denn das ist nicht das Land was Sie, ich oder andere erleben. Ja es gibt diese Probleme und es gibt auch diese Ungerechtigkeiten. Doch alle Vermieter bzw. Kroaten über einen Kamm zu scheren und alles zu pauschalieren. Das wäre nicht fair.
Ich sehe auch gewisse Tendenzen, dass Qualität und Preis nicht immer passen. Jeder einzelne kann entscheiden, ob er einen Preis mit der gegebenen Qualität akzeptiert.
Beste Grüße
Mario Kelava
April 15th, 2009 at 10:26 am
Sehr geehrter Herr Kelava,
leider liegen Sie mit ihrer Einschätzung vollkommen falsch. Ich habe nur die Spitze des Eisberges geschildert, die wahren Verhältnisse in Kroatien sind leider noch viel, viel schlimmer. Ich habe an dieser Stelle keine Einzelfälle oder lokale Animositäten geschildert, sondern diese Schilderung gilt für das gesamte Land, ob in Zagreb, ob in Zadar oder Osijek und Sibenik. Sie finden überall diese Fälle und dies wird grundsätzlich auch von der Regierung selbst nicht bestritten. Nur leider unternimmt niemand etwas, um aus Kroatien einen modernen und demokratischen Rechtsstaat zu machen, der für einen Beitritt in die EU bereit wäre.
In Kroatien gilt der Spruch: “das Land Italien hat eine Mafia, aber in Kroatien hat die Mafia ein ganzes Land”. Verharmlosung und Schönrederei ist an dieser Stelle nicht angebracht!
Eher könnte ein Forum, Zusammenschluss und Interessenvertretung der vielen Ausländer, die durch Willkür der Verwaltungen oder Neid der Kroaten Vermögensverluste und schier unglaubliche staatliche Verfolgungen und psychische Demütigungen ausstehen mussten, dazu beitragen, Kroatien aus der sozialistischen Vorzeit herausholen. Dieser Kreis betroffener Menschen jedenfalls weiß genau, wovon ich hier spreche.
Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass ich selbst – auch durch meine lange berufliche Tätigkeit in Kroatien und meine Kontakte und Aktivitäten bis hin in Regierungskreise – die Lage in Kroatien sehr gut beurteilen kann. Sicherlich gibt es einzelne aufrichtige Kroaten in Kroatien – und ich habe selbst gute und sehr gute Freunde dort, aber der Widerstand gegen die Mafia im Staat ist leider viel zu schwach. Zudem werden Organisatoren durch staatliche oder kriminelle Repression sehr stark eingeschüchtert.
Immerhin hat es aber nach der letzten Mafiamordserie in Zagreb im letzten Herbst erste vereinzelte Demonstrationen mit ganz wenigen Tausend Teilnehmern und natürlich mit anschließenden Repressionsmaßnahmen gegen die Veranstalter gegeben. Ulrich Voß