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Neue Steuererhöhungen in Kroatien

Posted by admin on August 11th, 2009

Die kroatische Regierung hat ab dem 1. August die Umsatzsteuer von 22% auf nun 23% angehoben. Des Weiteren wurde beschlossen alle Einkünfte wie Löhne und Gehälter, Renten, Dividenden und sonstige Einkünfte über 3.000 Kuna (HRK) mit einer Sondersteuer in Höhe von 2 bzw. 4% zu belegen.

Die Steuererhöhungen wurden im Eilverfahren durch das kroatische Parlament (Sabor) durchgeboxt und erst Ende Juli vom Parlament abgesegnet. Mit diesem Schritt versucht die Regierung den Haushalt auszugleichen und die durch die Steuerausfälle im Zuge der Rezession zu kompensieren.

Die Sondersteuer auf alle Einkommen wird bei Einnahmen von 3.000 HRK bis unter 6.000 HRK in Höhe von 2% und ab 6.000 HRK mit 4% zusätzlich besteuert.

Eine weitere Maßnahme ist auch das Aussetzen der Rentenanpassungen und die Besteuerung von Einnahmen aus SMS, MMS und Telekommunikationsdienstleistungen mit 6%.

Der kroatische Staatspräsident Stjepan (Stipe) Mesić kündigte an die Gesetze über die Steuererhöhungen vom kroatischen Verfassungsgericht überprüfen zu lassen.

Die Regierung rechnet unter anderem auch mit Hilfe der jetzt beschlossenen Maßnahmen die Staatsverschuldung auf 3% des Bruttosozialprodukts (BSP) zu reduzieren.

Mit diesen Gesetzen werden die Kroaten zusätzlich belastet nachdem sie schon zahlreiche Opfer in der Vergangenheit bringen mussten. Doch in der Situation bleibt dem Staat mangels anderer Ideen keine Alternative! Eigentlich schade….

One Response to “Neue Steuererhöhungen in Kroatien”

  1. Ulrich Voß Says:

    So kann es gehen, wenn man zuerst die Unternehmen mit ausländischer Beteiligung und mit ausländischem Know How behindert, verfolgt und leztlich vertreibt. Die Folgen sind nicht nur der Rückzug des ausländischen Kapitals sondern auch Verlust sehr vieler Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Sozialabgaben etc. Die Entwicklung der kroatischen Wirtschaft musste zwangsläufig ins Stocken geraten. Eine Perspektive kann nicht in der prozyklischen Wirtschaftspolitik liegen, sondern nur noch in einem radikalen Umdenken der politisch Verantwortlichen. Kroatien muss lernen, dass man für ein offenes, demokratisches, faires Verhalten gegenüber Ausländern werben muss und den nachvollziehbaren Rahmen schaffen muss. Solange aber ausländische Investitionen und Gewerbetreibende in Kroatien behindert und vertrieben werden, wird auch die kroatische Wirtschaft nicht mehr auf die Füße kommen. Diese Rezession wird dann sehr lange dauern.

    Ulrich Voß

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